Die Top-Adresse, damals wie heute.

Wo einst die Kölner Stadtmauer verlief, wurde 1881 vom Stadtbaumeister Josef Stübben eine breite boulevardähnliche Straße angelegt. Benannt ist der Teilabschnitt der Kölner Ringe nach Kaiser Wilhelm I., der am 25. September 1884 die nach ihm benannte Straße erstmalig in Augenschein nahm.

Doch wer war eigentlich Kaiser Wilhelm? Bekannt ist der am 22. März 1797 geborene Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen als „König von Preußen“ oder auch „Kaiser wider Willen“. Der erste Kaiser des neu gegründeten Deutschen Reiches war beim Volk sehr beliebt.
Ein bodenständiger Monarch, der lieber als König regiert hätte, um nah an seinem Volk zu sein. Nicht sein Streben, sondern politische Gründe machten es jedoch unumgänglich sich 1871 zum Kaiser krönen zu lassen, was ihm den Beinamen „Kaiser wider Willen“ einbrachte. Am 9. März 1888 starb der Kaiser mit 89 Jahren in Berlin.

Und der Kaiser-Wilhelm-Ring? Dieser entwickelte sich in den Goldenen Zwanzigern zu einem bedeutenden Bürostandort in Köln. Architektonischer Zeuge aus dieser Zeit ist das Gebäude der Allianz-Direktion aus dem Jahr 1931, das nach dem zweiten Weltkrieg Kölns Oberbürgermeister, Konrad Adenauer, als provisorisches Rathaus diente. Erst 1956 verließ die Stadtverwaltung das Gebäude und wurde wieder von der Allianz-Versicherung bezogen.

Der Kaiser Hof fügt sich als Neuinterpretation dieses Baustils ein und verbindet so bewegte Geschichte mit moderner, zeitloser Architektur. Und auch der Kaiser lebt wieder auf. Entlang der Hermann-Becker-Straße, der Verbindungsachse vom Ring zum MediaPark, ist der Aufbau übergroßer Polygon-Stelen des Kaisers geplant – als die Vorboten des Besonderen.